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Bibel erleben

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Ziehe dich für eine halbe Stunde an einen Ort zurück, an dem du gut für dich zur Ruhe und in eine betende Haltung kommen kannst.

Lege dir einen Schreibblock und einen Stift neben dich, um am Ende der Übung etwas notieren bzw. aufzeichnen zu können.

Eine brennende Kerze kann helfen, sich der Gegenwart Gottes bewusst zu werden.

Nimm entspannt und aufrecht auf einem Stuhl Platz, so dass die Beine gut rechtwinklig da sein können und die Füße parallel den Boden berühren.

 

  • Nimm dir Zeit, deinen Körper bewusst wahrzunehmen.
  • Nimm deine Arme und Hände wahr.
  • Registriere, wo die Hände aufliegen und wie der Kontakt ist.
  • Nimm deine Beine und Füße wahr. Wie ist der Kontakt der Füße zum Boden?
  • Nimm deinen Atem wahr, wie er kommt und geht.
  • Wenn es für dich stimmig ist, beginne mit einem Gebet, z.B.:

 

Jesus ich bitte dich: Gib mir die Kraft und die Offenheit ganz achtsam und aufnahmewillig für dich da zu sein. Zeige mir, was du mir zeigen willst. Amen

 

Lies dann langsam und bewusst den vorgeschlagenen Schrifttext durch. Komm jetzt nicht ins Denken, wie dieser Text zu verstehen ist oder was er allgemein zu sagen hat, sondern werde Teil des Geschehens, denn:  „das Wort Gottes ist auf Dich hin geschrieben“ (Dietrich Bonhoeffer).

 

  • Ich male mir die biblische Szene vor dem inneren Auge lebendig aus...
  • Meine Phantasie sieht, hört, schmeckt, ertastet, riecht, was sich in der Szene tut...
  • Ich fühle mich in die Gefühle der Personen ein und empfinde sie nach…
  • Die vorgeschlagenen Anregungen können u.U. bei der Schriftbetrachtung eine Hilfe sein…

 

Schrifttext: aus Johannes 7 und 8

 

Das jüdische Laubhüttenfeststand vor der Tür. Jesus ging nach Jerusalem hinauf. 

In der Volksmenge wurde viel über ihn geflüstert. „Der Mann ist gut“ meinten einige. Andere entgegneten: „Nein, er ist ein Volksverführer.“ Aber niemand sprach offen über ihn, weil sie Angst vor den führenden Männern hatten.

Die Hälfte der Festwoche war schon vorüber, da ging Jesus hinauf in den Tempel und lehrte das Volk. Viele in der Menge kamen zum Glauben an ihn und sagten: »Kann der versprochene Retter, wenn er kommt, mehr Wunderzeichen tun, als dieser Mann getan hat?«

Die Pharisäer hörten, dass die Leute so über Jesus redeten. Auf ihre Veranlassung schickten sie einige Gerichtspolizisten aus, die ihn verhaften sollten. Als sie wieder zurückkehrten fragten die führenden Priester und die Pharisäer sie: »Warum habt ihr ihn nicht mitgebracht?«

Die Männer antworteten: »So wie dieser Mensch hat noch keiner gesprochen.«

»Ihr habt euch also auch von ihm hinters Licht führen lassen!«, sagten die Pharisäer.

»Gibt es denn unter den Mitgliedern des Rates oder den Pharisäern einen Einzigen, der seinen Anspruch ernst nimmt? Nur die Menge tut es. Sie kennt Gottes Gesetz nicht und steht deshalb unter seinem Fluch.«

Da sagte Nikodemus, der selbst Pharisäer und Ratsmitglied war und der Jesus früher einmal aufgesucht hatte: »Ist es nach unserem Gesetz möglich, einen Menschen zu verurteilen, ohne dass wir ihn verhört haben? Erst muss doch festgestellt werden, ob er sich strafbar gemacht hat.«

»Du kommst anscheinend auch aus Galiläa«, erwiderten sie. »Lies die Heiligen Schriften genauer, dann wirst du sehen, dass der erwartete Prophet nicht aus Galiläa kommt.«

 

Dann gingen sie alle nach Hause.

Jesus aber ging zum Ölberg.

 

Am nächsten Morgen kehrte er sehr früh zum Tempel zurück. Alle Leute dort versammelten sich um ihn. Er setzte sich und lehrte sie.

Da führten die Gesetzeslehrer und Pharisäer eine Frau herbei, die beim Ehebruch ertappt worden war. Sie stellten sie in die Mitte und sagten zu Jesus:

»Lehrer, diese Frau wurde ertappt, als sie gerade Ehebruch beging. Im Gesetz schreibt Mose uns vor, dass eine solche Frau gesteinigt werden muss. Was sagst du dazu?«

Mit dieser Frage wollten sie ihm eine Falle stellen, um ihn anklagen zu können.

Aber Jesus bückte sich nur und schrieb mit dem Finger auf die Erde.

 

Anregungen, die u.U. bei der Schriftmeditation helfen können:

  • Jesus ist mitten im Trubel…mitten in der Auseinandersetzung…viel wird über ihn geflüstert…aus Angst redet niemand offen…Gerüchteküche…Heimlichtuerei…das kennt man!
  • Und dann kommt die Nacht….Jesus ist allein auf dem Ölberg…Er verschafft sich Freiraum…er nimmt sich Zeit zum Ausruhen, Zeit zum Beten.
  • Früh am Morgen geht es wieder los…schon wieder ist er mitten unter den Leuten…auch unter den Fallenstellern…kreativ verschafft er sich auch in dieser Situation Freiraum…eine Kreativität, von der sich lernen lässt.

 

Abschluß

 

Was nehme ich aus dieser Gebetszeit für mich innerlich mit?

Halte es auf einem Blatt Papier fest ….als Text….als Bild….

Schließe ab mit einem Vater unser und einem Kreuzzeichen

 

Ziehe dich für eine halbe Stunde an einen Ort zurück, an dem du gut für dich zur Ruhe und in eine betende Haltung kommen kannst.

Lege dir einen Schreibblock und einen Stift neben dich, um am Ende der Übung etwas notieren bzw. aufzeichnen zu können.

Eine brennende Kerze kann helfen, sich der Gegenwart Gottes bewusst zu werden.

Nimm entspannt und aufrecht auf einem Stuhl Platz, so dass die Beine gut rechtwinklig da sein können und die Füße parallel den Boden berühren.

 

  • Nimm dir Zeit, deinen Körper bewusst wahrzunehmen.
  • Nimm deine Arme und Hände wahr.
  • Registriere, wo die Hände aufliegen und wie der Kontakt ist.
  • Nimm deine Beine und Füße wahr. Wie ist der Kontakt der Füße zum Boden?
  • Nimm deinen Atem wahr, wie er kommt und geht.
  • Wenn es für dich stimmig ist, beginne mit einem Gebet, z.B.:

 

Jesus ich bitte dich: Gib mir die Kraft und die Offenheit ganz achtsam und aufnahmewillig für dich da zu sein. Zeige mir, was du mir zeigen willst. Amen

 

Lies dann langsam und bewusst den vorgeschlagenen Schrifttext durch. Komm jetzt nicht ins Denken, wie dieser Text zu verstehen ist oder was er allgemein zu sagen hat, sondern werde Teil des Geschehens, denn:  „das Wort Gottes ist auf Dich hin geschrieben“ (Dietrich Bonhoeffer).

 

  • Ich male mir die biblische Szene vor dem inneren Auge lebendig aus...
  • Meine Phantasie sieht, hört, schmeckt, ertastet, riecht, was sich in der Szene tut...
  • Ich fühle mich in die Gefühle der Personen ein und empfinde sie nach…
  • Die vorgeschlagenen Anregungen können u.U. bei der Schriftbetrachtung eine Hilfe sein…

 

Ich lese den folgenden biblischen Text aus dem Markusevangelium langsam durch:

Markus 6, 30 – 33

Die Jüngerinnen und Jünger  versammelten sich wieder bei Jesus. Sie erzählten ihm von allem, was sie getan und gelehrt hatten. Da sagte er zu ihnen: Kommt mit an einen einsamen Ort, wo wir allein sind, und ruht ein wenig aus. Denn sie fanden nicht einmal Zeit zum Essen, so zahlreich waren die Leute, die kamen und gingen. Sie fuhren also mit dem Boot in eine einsame Gegend, um allein zu sein.

Ich male mir die biblische Szene vor dem inneren Auge lebendig aus. Meine Phantasie sieht, hört, schmeckt, ertastet, riecht, was sich in der Szene tut. Ich fühle mich in die Gefühle der Personen ein und empfinde sie nach…

Anregungen, die u.U. bei der Textbetrachtung helfen können:

  • Die Jüngerinnen und Jünger sind „durch den Wind“... So eine Zeit hatten sie noch nie… Sie fühlen sich innerlich aufgewühlt... Mein eigenes Aufgewühlt sein…  So etwas wie die letzten Tage und Wochen gab es noch nie…
  • Jesus lädt die Jüngerinnen und Jünger zum Verweilen ein. Sie dürfen in dieser Woche den Abstand, die Stille, das Ausruhen suchen. Wie wäre das für sie mitten in diesem inneren und äußeren Durcheinander Ruhe finden zu können?… Geht das überhaupt?...Ist es leicht, schwer?...  Lassen Sie Ihre Gedanken und Gefühle zu. Alles darf sein!
  • Die Jüngerinnen und Jünger verbringen die Zeit mit Jesus. Mit Jesus zusammen sein…heute…eine Woche lang…ein ungewöhnlicher  Gedanke?...irritierend?...angenehm?... Versuchen Sie, dem innerlich nachzugehen.

 

Abschluß

Was nehme ich aus dieser Gebetszeit für mich innerlich mit?

Halte es auf einem Blatt Papier fest ….als Text….als Bild….

Schließe ab mit einem Vater unser und einem Kreuzzeichen

Das Boot

Die Kapitel 3 bis 8 des Markusevangeliums kann man überschreiben mit dem Titel: „Rund um den See von Galiläa“. Eine wichtige Rolle spielt in ihnen „das Boot“, das Jesus immer wieder (meist gemeinsam mit seinen Jüngern) besteigt. „Jesus stieg in ein Boot auf dem See und setzte sich; die Leute aber standen am Ufer. (4,1); Jesus und seine Jünger fuhren mit dem Boot in eine einsame Gegend, um allein zu sein. (6,32); Und Jesus verließ sie, stieg in das Boot und fuhr an das andere Ufer (8,13)“…

Das Boot bietet Jesus den nötigen Schutzraum vor dem Ansturm der Massen. Ohne diesen Rückzugsort hätte er nicht die Kraft, sich immer wieder heilend den Menschen zuzuwenden. Zugleich teilt das Boot die kleine Schar der Menschen, die ihm ganz nahe verbunden sind von der großen Menge, die zunächst nur Erwartungen hegen.

Nähe zuzulassen und Distanz zu wahren gilt auch für unseren Umgang mit den tausend Gedanken, die in unserem Kopf herumschwirren. Sie sollen mich nicht überschwemmen, damit ich mich auf jene konzentrieren kann, die mir weiterhelfen und mich aufbauen

 

Material:

- Ein Wohnraum mit genügend Platz, um mich auf dem Boden auszustrecken.

- 20 Minuten Zeit, in denen ich nicht gestört werde.

- zwei Decken, die ich auf dem Boden so ablege, dass sie ein Boot andeuten.

 

Anleitung:

Nimm auf dem Boden in Deinem „Boot“ Platz, am besten in der Rückenlage…Wenn Du magst, schließe die Augen…Und jetzt nimm dir ein wenig Zeit, Deinen Körper im Kontakt zum Boden wahrzunehmen…die Fersen…die Unterschenkel…die Oberschenkel…das Becken….den Rücken….das Hinterhaupt…die Arme und die Hände…Lass Dir auch Zeit, Deinen Atem wahrzunehmen, so wie er jetzt kommt und geht…ohne ihn bewusst zu steuern…

…wie ist das, jetzt in „meinem Boot“ zu liegen…der Bootsrand schirmt mich nach außen ab…die Gedanken dürfen „außen vor bleiben“…sie spritzen ab und an ins Boot hinein und doch bleibe ich abgeschirmt…Vielleicht kann ich mir sogar vorstellen, dass Jesus „mit im Boot“ ist… dass er die stürmischen Wellen zum Erliegen bringt….kann ich mir vorstellen, dass Jesus mit in meinem Lebensboot ist?...Klingt das eher irritierend?...oder macht mich dieser Gedanke froh?...

Stelle Dich nun ganz in Deinem Rhythmus darauf ein, die Übung zu beenden und bewusst wieder im Raum anzukommen…komme ins Sitzen oder auch ins Stehen und lies langsam und bewusst den folgenden Schrifttext:

Am Abend des Tages sagte Jesus zu seinen Jüngern: Wir wollen ans andere Ufer hinüberfahren. Sie schickten die Leute fort und fuhren mit ihm in dem Boot, in dem er saß, weg; und andere Boote begleiteten ihn. Plötzlich erhob sich ein heftiger Wirbelsturm und die Wellen schlugen in das Boot, sodass es sich mit Wasser zu füllen begann. Er aber lag hinten im Boot auf einem Kissen und schlief. Sie weckten ihn und riefen: Meister, kümmert es dich nicht, dass wir zugrunde gehen? Da stand er auf, drohte dem Wind und sagte zu dem See: Schweig, sei still! Und der Wind legte sich und es trat völlige Stille ein. Er sagte zu ihnen: Warum habt ihr solche Angst? Habt ihr noch keinen Glauben?  Da ergriff sie große Furcht und sie sagten zueinander: Wer ist denn dieser, dass ihm sogar der Wind und das Meer gehorchen? (Markusevangelium 4, 35-41)

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