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beten mit Leib und Seele

beten mit Leib und Seele
beten mit Leib und Seele
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© Refugium

Jesus bietet sich als Begleiter unseres Lebens an.

Diese Übung zeigt, wie wir Jesu Nähe zulassen und das wahrnehmen können, was er uns gegenwärtig mitteilen möchte. So kommen wir zur Ruhe und können Klarheit für unser Leben finden.

1. Suche Dir einen guten Ort, setze Dich und schenke deinem Atem und Körper eine Zeit lang Aufmerksamkeit, um zur Ruhe zu kommen.

2. Versuche Dir vorzustellen, wie Du jetzt in der Gegenwart Jesu sitzt. Wenn es Dir leichter fällt, kannst Du Dir auch die Gegenwart eines guten Freundes oder einer guten Freundin vorstellen. Genieße diese Atmosphäre von Wertschätzung und Akzeptanz, die Du erfährst.

3. Dann schaue, was passiert. Welche Emotionen, Gefühle, Erinnerungen, Wünsche, Einsichten entstehen?

4. Bleibe Sie so lange, wie es für Dich gut ist.

5. Am Ende überlege kurz, was dir Jesus oder Dein Freund bzw. Deine Freundin mit diesen Erfahrungen zu sagen versucht. Oder vielleicht möchte er/sie nur, dass Du es genießt, in der Gegenwart zu verweilen.

 

Fangspiele waren unter uns Kindern äußerst beliebt. Bei uns wurde z.B. gerufen:

Eins, zwei, drei, vier Eckstein, alles muss versteckt sein.

Hinter mir und vorder mir gilt es nicht, und an beiden Seiten nicht!

Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, acht, neun, zehn -ich komme!

 

Und dann ging es los mit dem rennen und suchen und abklatschen. Aber die ständige Bewegung und innere Anspannung hätten nicht halb so viel Spaß gemacht, wenn es nicht auch Stätten der Zuflucht gegeben hätte. Wir haben das „Hola“ genannt. Andernorts hieß es „Aus“ oder „freio“  oder wie auch immer. Der Gejagte durfte nicht berührt werden. Er konnte durchatmen und neue Kräfte schöpfen. Für diesen sicheren Ort gab es nur eine Voraussetzung: Alle Mitspieler mussten sich einig sein, dass dies ein heiliger Ort war, und wichtiger noch: sie mussten ihn als solchen respektieren. Dass wir mit unseren Fangspielen einer uralten Tradition folgten, wussten wir nicht. Seit alters her gilt nämlich als unumstößliches Gesetz: Wer auf der Flucht vor seinen Verfolgern Zuflucht an dem sicheren oder heiligen Ort gefunden hat, der ist geschützt. Niemand darf ihn mit Gewalt ergreifen. Der sichere Ort, der heilige Ort ist tabu.

 

  • Richte dich an deinem Platz ein. Ruhig werden, auf den Atem achten…
  • Lass Erinnerungen in dir hochsteigen über deine Fangspiele in der Kinderzeit und was du da erlebt hast.   
  • Nutze deine Phantasie, um in Gedanken einen Kreis um dich zu ziehen.
  • Genieße es, dort ganz für dich und geschützt zu sein
  • Gibt es in deinem Leben jetzt Orte und Zeiten, an denen du dich sicher, frei und guter Dinge fühlen kann? Gehe in Gedanken dorthin.
  • Nimm ein Blatt Papier, male einen Kreis. Schreib hinein, was dir zum Thema „Zufluchtsort – Heiliger Ort“ wichtig geworden ist.
  • Wie könnte es - auch in dieser wirren Zeit - gelingen, diesen „Ort“ regelmäßig aufzusuchen, vielleicht ein Ritual daraus werden zu lassen?
  • Vielleicht notierst du dir eine Art „guten Vorsatz“ oder schließt mit dir selbst eine Vereinbarung…?
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Ziehe dich für zwanzig Minuten an einen Ort zurück, an dem du gut für dich zur Ruhe und in eine betende Haltung kommen kannst. Eine brennende Kerze kann helfen, sich der Gegenwart Gottes bewusst zu werden. Nimm entspannt und aufrecht auf einem Stuhl Platz, so dass die Beine gut rechtwinklig da sein können und die Füße parallel den Boden berühren.

Lies das folgende Gebet langsam und so, dass du hinter jedem Absatz einige Augenblicke Pause hältst, um nachzuspüren.

Ich sitze hier vor Dir, Herr,
aufrecht und entspannt, mit geradem Rückgrat.
Ich lasse mein Gewicht senkrecht durch meinen Körper hinuntersinken auf die Unterlage, auf der ich sitze.

Ich halte meinen Geist sanft und fest in meinem Körper.
Ich widerstehe seinem Drang, aus dem Fenster zu entweichen,
an jedem anderen Ort zu sein als an diesem hier,
in der Zeit nach vorn und hinten auszuweichen, um der Gegenwart zu entkommen.
Sanft und fest halte ich meinen Geist dort, wo mein Körper ist:
hier in diesem Raum.

In diesem gegenwärtigen Augenblick
lasse ich alle meine Pläne, Sorgen und Ängste los.
Ich lege sie jetzt in Deine Hände, Herr.
Ich lockere den Griff, mit dem ich sie halte, und lasse sie Dir.
Für den Augenblick überlasse ich sie Dir.
Ich warte auf Dich - erwartungsvoll.
Du kommst auf mich zu, und ich lasse mich von Dir tragen.


Ich beginne die Reise nach innen:

Ich reise in mich hinein, zum innersten Kern meines Seins, wo Du wohnst.
An diesem tiefsten Punkt meines Wesens bist Du immer schon vor mir da.

Du bist in mir.

Du bist hier.

Du bist jetzt..

Mit dem Einatmen und dem Ausatmen verbinde ich dieses Wort:

Ich bin da.

Du bist da.

 

Am Abend - Gebet der liebenden Aufmerksamkeit

 

  • Ich werde still und spüre meinen Atem
  • Ich nehme wahr, wie ich da bin
  • Ich richte mich innerlich auf Gott/Jesus aus, so wie mir das jetzt möglich ist
  • Ich bitte, dass er mir hilft, mich und meinen Tag mit offenen Augen und Ohren wahrnehmen zu können.
  • Was bewegt und berührt mich jetzt von dem, was ich heute erlebt habe?
    Gottes liebevoller Blick erinnert mich daran, selbst liebevoll zu sein.
    Möglichst ohne Wertung und Urteil blicke ich auf diesen Tag
  • Wo habe ich mich ermutigt – getröstet – hoffnungsvoll erlebt
    Und wo eher misstrauisch – ängstlich – entmutigt?
  • Ich bringe Bitte – Dank – Klage – Lob vor Gott/Jesus, wie im Gespräch mit einem Freund, einer Freundin
  • Ich denke an morgen und vertraue Gott den kommenden Tag an.

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